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Konni Sswat-Mollwitz   PDF  Drucken  E-mail 

Hallo, meine Neugier auf alles rund ums Filzen brachte mich zum Lavendelschaf. Ich wollte einfach mehr über verschiedene Wollarten, Filztechniken usw. wissen. Mein erstes „Lavendelschaf“ hab ich übrigens bei Ebay ersteigert und mittlerweile auch wunderschöne Filzwolle von einigen sehr netten engagierten Filzerinnen. Normalerweise bin ich, mittlerweile in der 2. Hälfte des Lebensjahrhunderts angelangt, Zahnärztin in eigener Praxis. Schon seit etwa 5 Jahren hat mich die Faszination des außergewöhnlichen Landes Schweden und seinen lieben Menschen gepackt. Wie es der Zufall wollte, gab es vor ein paar Jahren in unserer Volkshochschule einen „Birkenrindenkurs“, so lernte ich eine schwedische Kunsthandwerkerin kennen, sie war die Kursleiterin, und zack, da war es um mich geschehen. Die Birkenrinde (leider nicht aus unseren Breiten) ist das Material für wunderschöne kunsthandwerkliche Objekte. Die recht schwierige Beschaffung und aufwändige Verarbeitung macht die Arbeiten zwar recht teuer, aber so was Schönes findet man nicht alle Tage! Vor fast 30 Jahren hatte ich Grundzüge des Drechselns mal gelernt und das war plötzlich die Idee für die Herstellung von Dosen mit dem besonderen Etwas. Eine alte, gebrauchte  Drechselbank kam ins Haus und mittlerweile wunderschöne Wurzel- und Maserhölzer. Aber da war ja auch noch die Wolle, das Filzen, was immer im Hinterkopf schwirrte... In Ermangelung von Kursangeboten griff ich beherzt zu Olivenseife, Wolle und heißem Wasser und siehe da, mit Hilfe von wunderbaren Filzbüchern kann man sich das Filzen auch selbst lehren. Nun haben gedrechselte Grünholzschalen Filzwürmer bekommen, es entstehen Teppiche, Hüte, Taschen, Pulswärmer und vieles mehr. Wenn nur der Tag mindestens 36 Stunden hätte, könnte ich meine vielen Ideen auch alle schneller verwirklichen, aber meine Familie und die Patienten gehen immer noch vor. Zur Familie gehören z. Zt. außer meinem Mann auch noch 3 Golden Retriever.

Den Weg zu meiner handwerklichen Ader haben wahrscheinlich meine Eltern geebnet, ich vermute, dass Stricknadeln und Nähzeug schon in meiner Wiege lagen, zumindest hat mich meine Mutter mit allem, was man so selber herstellen kann, vertraut gemacht und mir als Kind immer geholfen. Viele Jahre habe ich meine Sachen fast alle selbst genäht. Mein Vater war im Krieg erblindet, was dazu geführt hat, dass ich schon als kleines Kind mit sehr offenen Augen mit ihm durch die Natur gewandert bin. Ich musste ja immer für uns beide gucken und ihm alles erzählen, was ich sah, da bekommt man von klein auf ein ganz anderes Gefühl für die Natur....

Tja, und vor etwa 2 Jahren kam ich mit Erdmute ins Quatschen und schon durfte ich mit einem „Birkenrindenartikel“ das „Lavendelschaf“ bereichern. Gerne will ich weiter mit interessanten Beiträgen diese nette Zeitschrift unterstützen, soweit es meine Freizeit zulässt.

Dir weiterhin alles Gute, liebe Erdmute!


 



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